2. Dezember 2025 | Rundschau Landeck | Ein Bericht von Alois Pircher
Doppeltes Jubiläum
Music Project 2025 der Stadtmusikkapelle Landeck
Es war ein doppeltes Jubiläum: Helmut Schmid führt seit 25 Jahren die Landecker Musiker von einem musikalischen Höhepunkt zum nächsten, und es war auch das 25. „Musikprojekt“ der Landecker Kapelle. Zum Jubiläum beschenkten die Musiker sich und das Landecker Publikum neben einem herausragenden Konzert mit einer Gala-Aufführung von Riverdance.
Doch der Reihe nach: In einer Doppelkonferenz von Peter Vöhl (Obmann) und Helmut Schmid (Kapellmeister) ließ man die 25 Jahre kurz Revue passieren. Zu Beginn sprach Vöhl dem Ehrenobmann Werner Sprenger und Franz Huber jun. seinen Dank aus. Ihnen gelang es vor 25 Jahren, Schmid zur Übernahme des Kapellmeisterpostens bei den Landeckern zu überzeugen. Gedankt wurde neben den Musikern und freiwilligen Helfern auch Thomas Sprenger, er gestaltet seit 25 Jahren die Plakate und Einladungen. Gleichfalls gedankt wurde Hans Perkhofer für seine perfekten Tonaufnahmen, die in den vergangenen 25 Jahren entstanden sind.

EINE ERINNERUNG. Es war ein neues Format, das vor 25 Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Perfekt gespielte (meist) sinfonische Blasmusik, erweitert mit musikalischen Gästen und ergänzt mit Film, Tanz und Gesang. Aber es war meist nicht nur eine Abfolge von musikalischen Highlights, es wurde immer eine Geschichte erzählt. Zum Thema des jeweiligen Abends passend wurden Stücke bei namhaften Komponisten in Auftrag gegeben und uraufgeführt. Musiker aus der Region, die in internationalen Orchestern Karriere machten, waren Gäste. 2001 startete man mit dem Gastspiel einer irischen Tanzgruppe und nun zum Jubiläum lud man wieder zu irischem Volkstanz.
MUSIC PROJECT 2025. Im ersten Teil des Konzerts gab es einige Highlights aus früheren Konzerten. Schmid eröffnete mit „Conzensus“ von Jan Van der Roost. Conzensus – zusammenarbeiten, zusammen musizieren – ist seit 25 Jahren der prägende Geist in der MK Landeck, ist der Kapellmeister überzeugt, und das zeigt sich in der wunderbaren Musik. Es folgte ein Stück aus „Herr der Ringe“ – Gandalf the Wizzard – von Johan de Meij, sinfonische Blasmusik der Extraklasse. „Il Giudizio Universale“ – das Jüngste Gericht – folgte als Nächstes. Man schloss die Augen, hörte die Posaunen und wähnte sich am Himmelstor oder auch schon einen Schritt weiter – himmlisch schöne Musik eben. Beim letzten Stück vor dem großen Finale luden die Musiker zu einer Reise durch die schroffen, zum Teil abweisenden, aber auch wunderschönen Landschaften der schottischen Highlands ein. Beim Stück „Lord Tullamore“ roch man förmlich die Moore Schottlands und manch einer, wie der Kapellmeister, mag an ein berühmtes schottisches Getränk gedacht haben.

KRÖNENDER ABSCHLUSS. Als krönender Abschluss folgte irisch-keltische Musik. Dies bot auch die Möglichkeit, einige Solisten in der Landecker Kapelle zu präsentieren: Andreas Zangerl am Sopransaxofon, Franz Huber jun. am Horn und Jana Deutschmann am Hackbrett. Brausenden Applaus erntete die Schlagwerkgruppe mit ihrer Trommelshow. Und wenn eine Show „The Best of Lord of the Dance – Riverdance“ heißt, dürfen Tänzer nicht fehlen. Die „Irish Dance Company Austria“ bot eine grandiose Bühnenshow, man wähnte sich in einem irischen Pub, obschon die sieben Tänzer aus Niederösterreich und Wien stammten. Das perfekte Ende bot der Star-Posaunist Lito Fontana gemeinsam mit der MK Landeck mit dem Stück „Bolivar“. Fontana ist dem Landecker Publikum schon bestens bekannt. Als Musikfan möchte man den Wunsch äußern: Bitte weiter so!





